Studienlage zu verwendeten Inhaltsstoffen

CaniMove motion setzt sich aus unterschiedlichen Inhaltsstoffen zusammen - die meisten dieser Stoffe wurden bereits in Studien der Human- und auch Tiermedizin verwendet und veröffentlicht. Nachfolgend findest du eine Übersicht der untersuchten Bestandteile (Stand Sommer 2016):

  1. Glucosamin-Hydrochlorid
  2. Grünlippmuschelextrakt (Perna canaliculus)
  3. Hyaluronsäure
  4. MSM (Methylsulfonylmethan)
  5. Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
  6. Weidenrinde - Salix-Arten
  7. Mangan - Mn
  8. Selen - Se
  9. Vitamin E + Selen
  10. Vitamin E - Tocopherol
  11. Die B - Vitamine

 

1. Glucosamin-Hydrochlorid

Glucosamine sind Aminozucker, die wichtiger Bestandteil sowohl von Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) als auch von Gelenkknorpel sind. Glucosamin ist der wichtigste Baustein des hyalinen Knorpels und aus diesem Grund bei Gelenkproblemen so hilfreich. Diverse Studien aus der Humanmedizin und mittlerweile auch aus der Tiermedizin belegen einen sogenannten chondroprotektiven Effekt ("Knorpelschutz").

Eine 2014 veröffentlichte Studie zeigte zudem einen starken antioxidativen Effekt von Glucosamin-Hydrochlorid, der bei anderen Glucosaminen nicht nachgewiesen wurde (siehe Links zum Thema). Im Unterschied zu Glucosamin-Sulfat erreicht Glucosamin-Hydrochlorid einen deutlich höheren Reinheitsgrad und ist für den Organismus einfacher zu resorbieren. Ebenfalls 2014 wurde eine humanmedizinische Langzeitstudie mit mehr als 11.000 Patienten veröffentlicht, welche feststellte, dass Glucosamin-Hydrochlorid den Schmerzmittel-Verbrauch beim Menschen deutlich senkt.

Glucosamin wird im Darm resorbiert und steht daraufhin dem Körper vermehrt für den Aufbau von Gelenkknorpel und Gelenksflüssigkeit zur Verfügung. Nebenwirkungen von Glucosamin sind selbst in sehr hohen Dosierungen nicht bekannt. Die gleichzeitige Gabe von Chondroitinsulfat kann jedoch die Aufnahme vermindern. Hergestellt wird Glucosamin durch Acetylierung und Hydrolysierung von Chitin.

Verweise:

Randomised double-blind, positive-controlled trial to assess the efficacy of glucosamine/chondroitin sulfate for the treatment of dogs with osteoarthritis
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1090023306000554

Glucosamine but not ibuprofen alters cartilage turnover in osteoarthritis patients in response to physical training.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19679221

The clinical effectiveness of glucosamine and chondroitin supplements in slowing or arresting progression of osteoarthritis of the knee: a systematic review and economic evaluation.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19903416

The effect of glucosamine supplementation on people experiencing regular knee pain
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12547742

NSAID-sparing effect of glucosamine hydrochloride in patients with knee osteoarthritis: an analysis of data from a French database.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24127735

Protective effects of glucosamine hydrochloride against free radical-induced erythrocytes damage.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24959958

 

2. Grünlippmuschelextrakt (Perna canaliculus)

Das Extrakt der neuseeländischen Grünlippmuschel (Perna canaliculus) ist seit Jahren Herstellungsbasis für viele Ergänzungsfuttermittel. In erster Linie bei Sportpferden eingesetzt, belegten mehrere tiermedizinische Studien die Wirksamkeit auch bei Gelenkerkrankungen des Hundes. Ursache der Wirksamkeit ist der hohe Gehalt an Fettsäuren und Glykosaminoglykanen (GAG), die auch als Mucopolysaccaride (MPS) bezeichnet werden.

Die in GLME enthaltenen Fettsäuren, vor allem Omega 3- und 6- Fettsäuren, wirken schmerz- und entzündungshemmend und fördern eine raschere Abheilung von Knorpeldefekten. Zu den enthaltenen GAG gehören unter anderem Hyaluronsäure, Chondroitin- und Keratansulfat. Alle GAG werden in hohem Maße zum Aufbau von Knorpel, Bindegewebe und der Produktion von Synovia (Gelenkschmiere) benötigt. Während vor allem Chondroitinsulfate bei einer Verfütterung vom Körper nur unzureichend aufgenommen werden und sogar die Aufnahme von Glucosamin behindern kann, scheint die Bindung innerhalb des Muschelextraktes zu einer deutlich besseren Resorption zu führen.

Die kommerziell verfügbaren Grünlippmuschelpräparate stammen meist aus neuseeländischen Zuchten. Hier ist es wichtig auf einen zertifizierten Anbau zu achten. Zudem unterscheiden sich die diversen Präparate bezüglich Ihrer Qualität: viele Anbieter verwenden das kostengünstige Pulver der Grünlippmuschel (also die zermahlene, komplette Muschel mit Schale) und nicht das eigentlich wertvolle Muschelfleisch. Dem Muschelextrakt zu eigen ist ein fischiger Eigengeruch.

Verweise:

Influence of green lipped mussels (Perna canaliculus) in alleviating signs of arthritis in dogs.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19753702

Anti-cyclooxygenase effects of lipid extracts from the New Zealand green-lipped mussel, Perna canaliculus.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17197217

Evaluating Complementary Therapies for Canine Osteoarthritis Part I: Green-lipped Mussel (Perna canaliculus).
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18955269

Clinical efficacy and tolerance of an extract of green-lipped mussel (Perna canaliculus) in dogs presumptively diagnosed with degenerative joint disease.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16751841

Influence of green lipped mussels (Perna canaliculus) in alleviating signs of arthritis in dogs.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15136981

Improvement of Arthritic Signs in Dogs Fed Green-Lipped Mussel (Perna canaliculus)
http://jn.nutrition.org/content/132/6/1634S.long

Novel anti-inflammatory ω-3 PUFAs from the New Zealand green-lipped mussel, Perna canaliculus
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1096495907001522

Clinical efficacy and safety of Lyprinol, a patented extract from New Zealand green-lipped mussel (Perna Canaliculus) in patients with osteoarthritis of the hip and knee: a multicenter 2-month clinical trial.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12872680

 

3. Hyaluronsäure

Die zur Gruppe der Glykosaminoglykanen (GAG) zählende Hyaluronsäure nimmt in allen Gelenken eine herausragende Stellung ein: unter anderem bildet Hyaluronsäure den Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Durch die Fähigkeit von Hyaluronsäure, viel Wasser zu binden (bis zu 5 Liter pro Gramm!) entsteht eine höhere Viskosität; dies bedeutet je mehr Hyaluronsäure in der Gelenkschmiere enthalten ist, desto größer ist der schützende Effekt auf den Gelenkknorpel.

Bei verschiedenen Problemen oder degenerativen Prozessen im Gelenk ist die Fähigkeit des Körpers, Synovia zu produzieren, deutlich reduziert und auch die Viskosität sinkt. Diese Mangelsituationen kann dann weitere Probleme nach sich ziehen und die Gelenkgesundheit negativ beeinflussen.

Hyaluronsäure wird ihrem Molekulargewicht in hoch- und niedermolekulare Hyaluronsäure unterschieden. Hochmolekulare Hyaluronsäure mit einem Molekulargewicht von mehreren hundert Kilodalton (kDa) kann, anders als billige, niedermolekulare Hyaluronsäurepräparate, vom Körper besser aufgenommen und genutzt werden.

Verweise:

Absorption, uptake and tissue affinity of high-molecular-weight hyaluronan after oral administration in rats and dogs.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18959406

Efficacy of an oral hyaluronate and collagen supplement as a preventive treatment of elbow dysplasia.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25234322

Status of hyaluronan supplementation therapy in osteoarthritis.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12590879

High molecular weight hyaluronic acid regulates MMP13 expression in chondrocytes via DUSP10/MKP5.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27101204

 

4. MSM (Methylsulfonylmethan)

Die einfache organische Schwefelverbindung MSM (Methylsulfonylmethan) ist seit vielen Jahren Ziel intensiver Forschungen und scheint vielfache positive Wirkungen auf verschiedenste Organsysteme, insbesondere Sehnen, Bänder und Gelenke zu haben. Die Effektivität von MSM wurde in mehreren Studien belegt und entsteht durch eine Hemmung von knorpelschädigenden Enzymen sowie in einer direkten positiven Wirkung auf gelenknahe Strukturen.

Toxische Nebenwirkungen finden sich erst bei tausendfacher Überdosierung. MSM wird vom Körper sehr gut aufgenommen und resorbiert. Schwefel wird für viele biologische Prozesse benötigt, unter anderem zum Aufbau bestimmter Knorpelverbindungen, antioxidativer Schutzstoffe (z.B. Glutathion) und Aminosäuren ("Schwefel-Gruppe" Methionin und Cystein). Ein Mangel an Schwefel kann zu Gelenkproblemen sowie schwachem Horn, Haar und Bindegewebe führen. Hergestellt wird MSM durch Kristallisation oder Destillation. Durch beide Verfahren wird eine sehr hohe Reinheitsstufe erreicht.

Verweise:

Efficacy of methylsulfonylmethane (MSM) in osteoarthritis pain of the knee: a pilot clinical trial.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16309928

Assessment of safety and efficacy of methylsulfonylmethane on bone and knee joints in osteoarthritis animal model.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23011466

The "MESACA" study: methylsulfonylmethane and boswellic acids in the treatment of gonarthrosis.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21986780

Efficacy of methylsulfonylmethane supplementation on osteoarthritis of the knee: a randomized controlled study.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21708034

Effect of chronic supplementation with methylsulfonylmethane on oxidative stress following acute exercise in untrained healthy men.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21899544?dopt=Abstract

 

5. Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)

Die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) hat ihren natürlichen Lebensraum in Namibia und Südafrika. Sie ist eine krautartige, bodennah und sehr verzweigt wachsende Pflanze, deren medizinische Wirkung von den einheimischen Völkern bereits seit Jahrtausenden genutzt wird.

Extrakte der Teufelskrallen-Wurzel enthalten als Bestandteil das wichtige Harpagosid, welches regulierend in diverse Körperfunktionen eingreift und überschießende Reaktionen verhindern kann. Die Wirksamkeit von Harpagosid wurde bereits in mehreren Studien belegt.

Da die wildwachsende Teufelskralle in ihrem Vorkommen stark bedroht ist sollte beim Kauf auf eine Herkunft aus landwirtschaftlichen Zuchten geachtet werden.

Verweise:

Harpagophytum procumbens suppresses lipopolysaccharide-stimulated expressions of cyclooxygenase-2 and inducible nitric oxide synthase in fibroblast cell line L929
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14646256?dopt=Abstract

Analgesic effect of Harpagophytum procumbens on postoperative and neuropathic pain in rats
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24441655

Molecular targets of the antiinflammatory Harpagophytum procumbens (devil's claw): inhibition of TNFα and COX-2 gene expression by preventing activation of AP-1
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22072539

The use of glucosamine, devil's claw (Harpagophytum procumbens), and acupuncture as complementary and alternative treatments for osteoarthritis
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21951024

Harpagophytum procumbens (devil's claw). Monograph
http://www.altmedrev.com/publications/13/3/248.pdf

Harpagoside suppresses IL-6 expression in primary human osteoarthritis chondrocytes
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27082319

6. Weidenrinde - Salix-Arten

Die in ganz Europa verbreitete Weide (Salix-Arten) ist auch in Deutschland ein häufig gesehenes Bild. Die in der Bundesrepublik am meisten verbreiteten Arten sind die Trauerweide (Salix sepulcralis), die Silberweide (Salix alba), die Sal-Weide (Salix caprea) sowie die Grauweide (Salix cinerea). Bereits im 16. Jahrhundert wurde in Deutschland die fiebersenkende Wirkung von Weidenrinde beschrieben.

Inzwischen ist die Wirkungsweise dieses interessanten Naturheilmittels in vielen Studien erforscht worden. Der Gattungsname Salix ist namensgebend für den Hauptinhaltsstoff Salicin, der im Körper zur bekannten Salicylsäure, dem Wirkstoff von Aspirin, umgewandelt wird. Dadurch kann Weidenrinde den Knorpelabbau reduzieren sowie unerwünschte Enzyme und Zytokine hemmen.

7. Mangan - Mn

Das Spurenelement Mangan ist für eine gesunde Funktion des Körpers absolut notwendig. Insbesondere Knochen und Knorpel benötigen dieses Element. Die Notwendigkeit einer ausreichenden Mangan-Versorgung basiert auf der Rolle von Mangan an wichtigen Funktionen der Mitochondrien und bei enzymatischen Prozessen. Dazu zählt auch der Abbau von Milchsäure (Laktat) in der Muskulatur wie auch der Aufbau der Knorpelgrundsubstanz.
Ein Mangel führt zu schlechter Knochendichte, Gelenkproblemen und diversen anderen Problemen des Bewegungsapparates.

8. Selen - Se

Selen ist ein chemisches Element an der 34. Stelle des Periodensystems. Es wird zu den Chalkogenen gezählt. Bei Raumtemperatur ist Selen von stabiler, kristalliner Form und kann in den Farben rot, grau und schwarz vorkommen.

Ein Mangel an Selen kann zu Nerven-, Muskel- und Knorpelerkrankungen führen, da Selen ein aktiver Bestandteil der sogenannten Glutathion-Peroxidase ist. Dieses Enyzm schützt den Körper als Radikalfänger vor Zellschäden. Somit spielt Selen vor allem bei beginnenden Krankheiten wie z.B. Arthrosen eine wichtige Rolle. Eine prophylaktische Wirkung von Selen-Gaben bei verschiedenen Krankheiten, unter anderem Schilddrüsenerkrankungen, wird momentan kontrovers diskutiert.

Die Dosierung von Selen muss jedoch eng überwacht werden, da eine Überdosierung genauso wie ein Mangel gefährlich werden kann.

9. Vitamin E + Selen

Vitamin E und Selen werden meistens in einem Atemzug genannt. Dies liegt an ihrer parallelen Arbeit im Körper - beide Stoffe reduzieren den sogenannten "Oxidativen Stress". Dieser "Oxidative Stress" umschreibt das Auftreten freier Radikale, welche unter spezifischen Belastungen in allen Organen frei werden können und deren Auftreten die Körperzellen stark angreift.

Beispiele für Oxidativen Stress: - Alkohol- oder Drogenkonsum: Beeinträchtigung der Leber durch freie Radikale - Strahlenexposition, Chemotherapie: Generalisiertes Vorkommen von Radikalen - Schädigungen von Gelenken durch Trauma oder Alter: Durch das Auftreten freier Radikale kommt es zu weiteren Gelenkschäden - Erhöhte körperliche Belastung: Auftreten von freien Radikalen in Gelenken und Muskeln

10. Vitamin E - Tocopherol

Vitamin E umfasst eine Gruppe von mehreren Tocopherolen mit sehr ähnlicher chemischer Struktur. Im Körper übernehmen diese als Vitamin E die Aufgabe eines Antioxidans, das heißt, es verhindert die Oxidation von Körpergewebe durch freie Radikale (v.a. Sauerstoffradikale). Zudem ist es für die Fruchtbarkeit sowohl von Rüden als auch Hündinnen enorm wichtig.

Ein Mangel an Vitamin E kann zu folgenden Symptomen führen: - Trockene, schuppige und faltige Haut - Leistungsschwäche, Muskelabbau, Müdigkeit - Unfruchtbarkeit

11. Die B - Vitamine

Zur Gruppe der B-Vitamine gehören B1, B2, B3, B5, B6 und B12 sowie Biotin (B7) und Polsäure (B9). Jedes dieser Vitamine, mit Ausnahme der Folsäure, gehört für Hunde zu den essentiellen, also lebensnotwendigen Stoffen, die der Körper aufnehmen muss und nicht selber herstellen kann. Die Haupteigenschaft dieser Vitamine liegt in ihrer Funktion als Vorstufe für wichtige Koenzyme.

Dadurch sind sie für die verschiedensten Abläufe im Körper des Hundes von großer Bedeutung. Mangelzustände, welche vor allem in Phasen erhöhter Belastung auftreten, führen zu den unterschiedlichsten Formen von Gelenkbeschwerden, Muskel- und Nervenproblemen sowie Haut- und Blutkrankheiten.

Vitamin B1 - Thiamin

Thiamin ist vor allem für das Nervensystem von einzigartiger Bedeutung. Bereits nach 1 - 2 Wochen Mangelzustand sind die körpereigenen Reserven erschöpft. Beim Menschen ist ein Mangel an Thiamin auch als die Seefahrerkrankheit "BeriBeri" bekannt.

Thiaminmangel kann folgende Symptome haben:
- Reizbarkeit, Aggressionen
- Polyneuropathie (Nervenerkrankung)
- Muskelatrophie (Rückgang der Bemuskelung)
- Hirnschäden ("Chastek-Paralyse", „Cerebrocortikalnekrose")


Vitamin B2 - Riboflavin

Das Vitamin Riboflavin ist ein bedeutsames Coenzym im Körper und für diverse Stoffwechselvorgänge in Leber, Muskeln und Haut mitverantwortlich. Eine Wirkung auf das Nervensystem ist zwar unbestritten, die genaue Art und Weise jedoch unbekannt. Die Lebensmittelindustrie nutzt das Vitamin als Farbstoff E101 aufgrund seiner leuchtend gelben Farbe; zudem leuchtet Riboflavin unter UV-Licht.

Ein Mangel an Vitamin B2 kann zu Hautrissigkeit, Schuppenbildung sowie Bindegewebs- und Knorpelschwäche führen. Auch die Beteiligung an neurologischen Krankheiten wird diskutiert, schließlich senkt laut Studien die Einnahme von Riboflavin beim Menschen das Risiko an Migräne zu erkranken um 50%.


Vitamin B3 - Niacin

Niacin oder Nicotinsäure ist von absolut lebenswichtiger Bedeutung für jedes Lebewesen. Als wichtiger Bestandteil der Koenzyme NAD sowie NADP ("Citratzyklus") findet es sich in jeder Körperzelle. Zudem wirkt Niacin antioxidativ und reduziert Schäden an Muskulatur, Haut, Sehnen und Nerven.

Ein Niacin-Mangel führt zu Hauterkrankungen und Depressionen sowie Muskel- und Sehnenschwächung. Der Mangel an Vitamin B3 wird beim Menschen als "Pellagra" bezeichnet.


Vitamin B5 - Pantothensäure

Das Vitamin B5 spielt eine wichtige Rolle bei der Synthese von Coenzym A, einem Schlüsselfaktor bei der Biosynthese im Citratzyklus und Fettsäurestoffwechsel.

Dadurch zeigen sich im Falle eines Mangels unterschiedliche Probleme: Anämie (Blutarmut), Muskelschwäche und Müdigkeit stehen sowohl beim Mensch als auch beim Tier im Vordergrund.


Vitamin B6 - Pyridoxin

Vitamin B6 beteiligt sich im Körper von Mensch und Tier an über 100 enzymatischen Reaktionen vor allem im Bereich der Aminosäurensynthese. Ohne Pyridoxin stockt die Herstellung und Umwandlung von Proteinen.

Ein Vitamin B6-Mangel kann unter anderem zu folgenden Symptomen führen:
- Hautentzündungen (Dermatitis)
- Blutarmut (Anämie)
- Nervendegeneration (Ataxie)
- Krampfanfälle (Epilepsie)


Vitamin B7 - Biotin

Abgesehen von Vitamin B7 wird Biotin auch als Vitamin H bezeichnet. Dieses Vitamin ist von großer Bedeutung für die diversen Prozesse, an denen sogenannte Carboxylasen beteiligt sind. Diese finden sich im Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel.

Ein Mangel an Biotin kann folgende Symptome haben:
- Depressionen und Müdigkeit
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Haut- und Haarprobleme


Vitamin B9 - Folsäure

Die Folsäure ist ein hitze- und lichtempfindliches Vitamin. Dadurch kann es im Verlauf der Herstellung von Trockenfutter zur drastischen Verringerung des Vorkommens von Folsäure kommen. Folsäure spielt vor allem im Knochenmark und im Aminosäurenstoffwechsel, insbesondere bei der Bildung von Methionin, eine große Rolle.

Ein Mangel an Folsäure kann zu Verkalkungen der Gefäße, Gelenksschäden und Blutbildveränderungen führen.


Vitamin B12 - Cobalamin

Das bekannte Co-Enzym Cobalamin enthält als einziges Enzym das Metall Kobalt im Zentrum seiner Struktur. Vitamin B12 nimmt im Körper von Mensch und Tier eine wichtige Rolle ein und ist lebensnotwendig für die Blutbildung und die Nervenfunktion.
Ein Mangel an Cobalamin kann durch hohen Verbrauch (starke Belastung oder Beanspruchung), unzureichende Zufuhr oder einer Störung der Aufnahme (Resorption) entstehen (Durchfall, Futtermittelunverträglichkeit, Magenprobleme).

Folgen eines Cobalamin-Mangels sind unterschiedlich und variieren von Hund zu Hund:
- Müdigkeit, Apathie, Teilnahmslosigkeit
- Blutbildveränderungen (Anämie)
- Muskel- und Nervenschmerzen