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Rheuma beim Hund

Der Sammelbegriff "Rheuma" umfasst eine Vielzahl von Störungen des Bewegungsapparates und wird unter Tierärzten nicht gerne verwendet, da er relativ fließend eine Vielzahl von Erkrankungen einbezieht. Relevant für Hunde sind vor allem die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (autoimmun-assoziiert), die degenerativ-rheumatischen Erkrankungen ("Verschleiß") und das Weichteil-Rheuma (Polymyalgia rheumatica).

Entzündlich-Rheumatisch: Darunter versteht man Erkrankungen, die durch ein übersteigertes oder fehlgeleitetes Immunsystem bedingt sind. Insbesondere Formen, bei denen das Immunsystem Antikörper gegen bestimmte Gelenk- oder Weichteilzellen ausbildet, können sehr schmerzhaft und gefährlich sein. Die meisten dieser Autoimmunerkrankungen zeigen sich in speziellen Blutuntersuchung en (Rheumafaktoren, ANA, Coombs-Test).

Degenerativ-Rheumatisch: Die wohl häufigste Rheumaform kommt vor allem bei älteren Hunden vor. Hierbei kommt es durch ein Nachlassen der körpereigenen Regerationsfähigkeit und auch durch die Verringerung der Stabilität des Bindegewebes (Sehnen, Bänder, Bandscheiben) im Alter zu Schäden an Gelenken und Muskulatur.

Weichteil-Rheuma: Hierbei kommt es im Alter zu einer ausgeprägten Gefäßentzündung vor allem in der Muskulatur. Dadurch kommt es zu Sauerstoffmangel (Hypoxie), was das Absterben einiger Muskel- und Sehnenzellen nach sich zieht. Dadurch werden Radikale und Entzündungsfaktoren frei, was zu einem regelrechten Teufelskreis führen kann. Schmerzen und Lahmheit sind die Folge.

Zur Stärkung des Bindegewebes wird die zusätzliche Verfütterung von MSM, Vitamin E, Selen und B-Vitaminen empfohlen. Zur Unterstützung der Gelenke können Muschelextrakt, Hyaluronsäure und Glucosamin wertvolle Hilfe leisten.