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Hundesport

Natürlich ist Hundesport keine Krankheit sondern unabhängig von der Sportart eine schöne Möglichkeit, seinen Hund und sich selbst zu bewegen, Konzentration, Gehorsam und Kondition zu fördern und einfach den Umgang mit seinem Tier zu genießen. Im Folgenden sollen einige Hundesportarten kurz dargestellt werden:

Agility: Agility ist der Klassiker im modernen Hundesport. Ziel ist die fehlerfreie Bewältigung eines Hinderniskurses (Parcours) unter Anleitung des Hundeführers. Agility beansprucht Gelenke und Bänder sehr stark.

Canicross: Canicross wird auch als Cross-Country bezeichnet und umschreibt einen Geländelauf von Sportler und Hund verbunden mit einer etwa zwei Meter langen Hüftleine. Canicross beansprucht Sehnen und Gelenke äußerst stark.

Discdogging: Bei der Hundesportart Frisbee wirft der Werfer die Scheibe und der Hund muss sie fangen. Verschiedene Varianten machen Dicdogging sehr beliebt. Durch hohe Sprünge und extreme Beschleunigungen werden Gelenke, Sehnen und Muskeln stark beansprucht.

Dogdancing: Der Hundetanz verbindet das Vorführen von Kunststücken und Befehlen mit Musik. Dogdancing ist schwerste Konzentrationsarbeit und aufgrund rascher Bewegungsänderungen eine anspruchsvolle Belastung für den ganzen Bewegungsapparat.

Dummytraining: Dieser Hundesport basiert auf den klassischen Grundtugenden des Jagdhundes: Markieren, Suchen und Einweisen. Ein künstlicher Gegenstand (Dummy) muss vom Hund erfolgreich apportiert werden. Höchstarbeit für Körper und Geist.

Fährtenarbeit: Das sichere Verfolgen einer Fährte Minuten bis Stunden nach dem Legen erfordert eine hohe Konzentration und viel Übung. Der Hundeführer folgt dem Hund in einigem Abstand.

Flyball: Diese erstaunliche Sportart verbindet intensives Training und Hürdenlauf. Der Hund muss über einen Parcours zu einer Ballmaschine laufen, den Ball fangen und mit diesem über den Parcours zurückkehren. Eine enorme Herausforderung für Geist und Gelenke.

Hindernislauf: Vom Grundprinzip ähnelt der Hindernislauf dem Agility, allerdings mit sehr präzise festgelegten Rahmenbedingungen. So läuft der Mensch immer rechts, Bahnlänge, Hindernisanzahl und -höhe sind festgelegt. Hindernisläufe belasten den gesamten Bewegungsapparat enorm.

Hunderennen: Hunderennen lassen sich in Bahnrennen und Coursing unterteilen. Während Bahnrennen festen Abläufen folgt (Start aus Boxen, Gras- oder Sandboden, Jagd auf Schleppdummy) ist das Coursing (Köderhetze) ein Hundesport, der auf freiem Feld stattfindet. Auch hier wird eine Attrappe genutzt, die aber über Umlenker Haken schlägt. Hier zählt neben der reinen Geschwindigkeit auch Wendigkeit und Intelligenz. Hunderennen erfordern Höchstarbeit von Sehnen und Muskeln.

Hütewettbewerb (Trials): Diese Sportart gehört zu den Gebrauchsprüfungen, wobei die Zusammenarbeit zwischen Hirte und Hund im Vordergrund steht. Verschiedene Punkte müssen vom Paar simuliert werden: Auspferchen, Brücke, Verkehr, Verhalten, Engweg und Einpferchen. Diese Punkte simulieren die alltägliche Arbeit des Schäfers und seines Hundes. Die permanente Bewegung und höchste Konzentration fordern den Hund in höchstem Maße.

Longieren: Ähnlich wie beim Pferd bewegt sich auch beim Hund das Tier im Kreis um den Menschen und lernt, den Signalen und Kommandos seines Hundeführers möglichst präzise zu folgen. Dies trainiert insbesondere die Bindung zwischen Mensch und Hund. Die gleichgerichtete Bewegung auf meist einsinkendem Boden (Sand) belastet vor allem die Sehnen des Hundes.

Mantrailing: Unter Mantrailing versteht man das Aufspüren von Menschen durch den Geruchssinn des Hundes. Hierbei folgt der Hundeführer seinem Vierbeiner an der langen Leine und vertraut auf dessen Spürsinn. Die „Riecharbeit“ erfordert vom Hund höchste Konzentration über einen langen Zeitraum.

Obedience: Als Obedience wird eine Mischung aus Gehorsamkeits- und Geschicklichkeitsprüfungen bezeichnet. Entscheidend ist hierbei eine möglichst präzise Ausführung der Übungen und setzt ein gutes Verhältnis zwischen Mensch und Tier voraus. Die schnellen Beschleunigungen der motivierten Tiere beanspruchen vor allem die Gelenke, die erforderliche Konzentration erfordert ausreichend B-Vitamine. Obedience ist auch für ältere oder weniger agile Hunde geeignet (Agility-Aussteiger).

Weight Pull: Das Hunde-Gewichtziehen ähnelt dem des Menschen. Hier wird an einem Brustgeschirr ein definiertes Zuggewicht befestigt, das innerhalb einer Minute über eine Strecke von fünf Metern gezogen werden muss. In mehreren Durchgängen wird so ein Sieger ermittelt. Weight Pull ist eine extreme Belastung für Muskeln und Gelenke und nicht für jeden Hund geeignet.

Schleppjagden: Die aus der alten Tradition der berittenen Jagd stammende Schleppjagd verbindet Elemente von Hindernisreiten, Hunderennen und Fährtenarbeit, da hier die Schleppe von einem Reiter vorgezogen wird und die Hundemeute in Begleitung der Equipage dieser durch das Gelände folgt. Eine Schleppjagd beansprucht Sehnen und Gelenke sowie den Geruchssinn des Hundes.

Schlittenhunderennen: Bei dieser klassischen Rennform mit extrem schwankenden Streckenlängen wird ein Schlitten (auf Rädern oder im Schnee auf Kufen) von einem Hundegespann gezogen. Man unterscheidet Sprintrennen (10 bis 20 km), Mitteldistanz (20 bis 50 km) und Langstrecke (über 100 km). Die längsten Schlittenrennen sollen über 1.000 km lang sein. Schlittenrennen belasten Sehnen, Muskeln und Gelenke des Hundes teilweise extrem.

Schutzdienst: Der klassische Schutzdienst des Hundes beinhaltet im Kern die Selbstverteidigung des Hundes sowie die Verteidigung seines Hundesführers. Der Schutzdienst ist wie die Fährte und die Unterordnung Teil der Gebrauchshundeprüfungen und erfordert starke Muskeln und Sehnen.

Skijöring: Beim Skikjöring zieht ein Hundegespann einen Skifahrer über einen festdefinierten Parcours. Der interessante Spaß ist vor allem eine Tradition in den Wintersportgebieten, aber auch jährlich beim Oberharzer Skijöring zu sehen.

Slalom: Der Hundeslalom umfasst einen Parcours mit sieben Stangentoren bei einer Länge von 65, 70 oder 75 Metern. Der Slalom zählt zum Hundevierkampf und kann sowohl angeleint als auch nicht angeleint durchgeführt werden. Die schnellen Richtungsänderungen beim Slalom beanspruchen die Gelenke und Sehnen sowie Bänder extrem stark.

Treibball: Ziel des Treibballs ist es, dass der Hund insgesamt acht große (Durchmesser ca. 60 cm) Bälle in ein definiertes Tor schiebt, während er von seinem Hundeführer dabei angeleitet wird. Das intensive und spannende Spiel beansprucht Muskeln und Sehnen des Hundes stark.

Trick Dogging (Hundetricks): Dieser Hundesport ist hochvariabel, es werden mal leichte, mal schwere Tricks kombiniert. Trick Dogging ist nicht vom VDH anerkannt, jedoch ideal für kalte Wintermonate, da auch im Innenbereich durchführbar. Die Tricks werden traditionell ohne Bestrafungen sondern nur durch Belohnungen erlernt.

Unterordnung: Die Unterordnung ist Teil der Gebrauchshundeprüfung und beinhaltet den hochgradigen Gehorsam des Hundes. Dieser hält stets Blickkontrakt zu seinem Hundeführer und lässt sich bei der Ausführung klarer Kommandos auch nicht von anderen Hunden oder Menschen ablenken. Unterordnung erfordert eine hohe Konzentrationsfähigkeit und beansprucht durch das einseitige Aufschauen zum Hundeführer den Bewegungsapparat im Hals-Nacken-Bereich.

Wasserarbeit: Die Wasserarbeit ist ein Teilbereich des Apportierens, des Rettungsdienstes und der Jagdhundeausbildung. Es werden viele verschiedene Varianten durchgeführt: Personenrettung, Materialrettung (Paddel, Surfbretter, etc.), Dummyarbeit, Distanzschwimmen, Teamschwimmen mit Menschen oder anderen Hunden. Gestartet wird vom Ufer oder vom Boot aus. Wasserarbeit ist Kraftarbeit für Muskeln und Sehnen.

Zielobjektsuche: Die mit ZOS abgekürzte Zielobjektsuche beschäftigt sich mit dem Aufspüren und Anzeigen versteckter Gegenstände. Diese lernt der Hund in seiner Ausbildung kennen. Erstaunlich ist hierbei, dass jeder Gegenstand mit einem Wort konditioniert wird. Der Hund sucht somit den Gegenstand bei der ZOS „aus seinem Gedächtnis“, ohne ihn vorab präsentiert zu bekommen. ZOS ist eine Höchstleistung von Geruchssinn und Verstand des Hundes.