Versandkostenfrei ab 45,-€
Einkaufswert. Jetzt bestellen!
A B E G H K M O P R S T V W

HD (Hüftdysplasie)

Unter einer Hüftdysplasie versteht man die röntgenologisch sichtbare Fehlstellung oder Fehlbildung eines oder beider Hüftgelenke.

Abb. 1:
HD-Untersuchung, gesunder Hund, ca. 1,5 Jahre alt

Hüftdysplasie Abbildung 1

Abb. 2:
Hochgradige HD auf der linken Seite mit Sub-luxation und Osteophyten.
Hund, ca. 5 Jahre.

Hüftdysplasie Abbildung 2

Ursache:
Eine HD muss nicht angeboren sein, sie kann auch über die Zeit erworben werden. Falsche Fütterung in der Wachstumsphase, Traumata oder Überlastungen können die Entstehung einer HD fördern. Häufig ist eine HD jedoch genetisch bedingt, weshalb viele Zuchtverbände routinemäßig Untersuchungen auf HD durchführen lassen.

Diagnose:
Schmerzen, Abwehrbewegungen oder eine ungenügende Beweglichkeit der Hüftgelenke bei der orthopädischen Untersuchung sind ein erster Hinweis. Der Ortolani-Test kann positiv sein. Die genaue Diagnose erfolgt durch eine Röntgenuntersuchung. Für eine auswertbare Röntgenaufnahme muss der Hund hierbei sediert werden. Ausgewertet werden verschiedene Kriterien, insbesondere das Größen- und Winkelverhältnis von linker und rechter Seite, der Pfannenrandwinkel (Norberg-Winkel), die Ausbildung des Oberschenkelhalses und vor allem die Entwicklung des eigentlichen Gelenkes. Von HD spricht man wenn ein oder mehrere Kriterien nicht der Norm entsprechen. So erscheint eine HD zu Beginn relativ harmlos zu sein, vor allem weil man einem jungen Hund die Dysplasie nicht anmerkt. Erst später (über Jahre hinweg) entwickelt sich aus der HD eine Arthrose.

Therapie:
Ist es erst einmal zu einer diagnostizierbaren HD gekommen, muss versucht werden, eine Verschlimmerung zu verhindern. Meistens wird die Fütterung angepasst, die Bewegung wird umgestellt (weniger Hüpfen und Springen, keine Treppen, keine Impuls-Bewegungen) und eine ergänzende Fütterung verschrieben.
Durch die veränderte Biomechanik einer betroffenen Hüfte erhöht sich auch der Bedarf an Mikronährstoffen wie B-Vitaminen, Mangan und Selen. Durch Chondroprotektiva, insbesondere Glucosamin, MSM und Hyaluronsäure, wird versucht den Gelenkknorpel der Hüfte möglichst lange zu erhalten. Entzündungsreaktionen können durch pflanzliche Heilkräuter (Teufelskralle, Weidenrinde, etc.) oder Eicosapentaensäure (EPA) gebessert werden. Die Fütterung sollte aus diesem Grund viele Omega-3-Fettsäuren enthalten.
Orthopädische Liegeflächen unterstützen die belasteten Gelenke des Hundes und sollten vorrangig verwendet werden.
Alternativ zu diesen konservativen Therapieformen kann bei besonders schweren Fällen auch operativ behandelt werden. Heranwachsende Hunde können durch eine Beckenschwenkung (Zweifach (DBO) oder dreifach (TBO)) behandelt werden. Für ausgewachsene, große Hunde ist sogar eine Totalendoprothese möglich, welche leider sehr teuer ist. Kleinere Hunde können mittels Femorkopfhalsresektion behandelt werden. Umstrittene Techniken mit mangelhaften Ergebnissen sind die Denervation des Hüftgelenks sowie Goldimplantationen.

Unsere Produkte CaniMove motion sowie CaniMove EPA70 sind insbesondere in Kombination ideal für die unterstützende Behandlung einer HD (Hüftdysplasie) geeignet.