A B E G H K M O P R S T V W

Ehrlichiose

Die Erkrankung mit der Bakterie Ehrlichia canis wird als Ehrlichiose bezeichnet. Der Erreger zählt zu den Rickettsien (wie auch Anaplasmen) und wird über Zecken der Familie Rhipicephalus übertragen. Die Erkrankung zeigt mannigfaltige Symptome, welche sich in eine Akute und eine Chronische Phase unterteilen lassen. Die Akutphase mit Fieber, Lymphknotenschwellung, Thrombocytopenie, neurologischen oder gastro-intestinalen Symptomen kann zwei bis vier Wochen dauern. Im Labor lassen sich bereits einige Tage nach der Infektion Erreger mittels PCR nachweisen. Die folgende chronische Phase kann sich unmittelbar oder erst nach Monaten bis Jahren anschließen. In dieser chronischen Phase kann es neben Veränderungen des Blutbildes (Thrombocytopenie, Anämie, Blutungen) auch zu einer infektiösen Polyarthritis mit oder ohne Gelenkschwellung kommen. Unter der chronischen Phase ist eine Diagnose mittels erhöhten Antikörper-Titern oder direkt mittels PCR aus Blut oder Gelenkflüssigkeit möglich.

Die Behandlung besteht in einer mehrwöchigen Doxycyclin-Therapie begleitet von nicht-steroidalen Entzündungshemmern. Sowohl durch die Erkrankung an sich als auch durch die belastende Therapie benötigt der Körper eine deutlich erhöhte Menge an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Durch die Gabe von Glucosamin-HCl, MSM, Muschelextrakten und Hyaluronsäure kann die Gelenkgesundheit positiv beeinflusst werden. Erhöhte Mengen an Vitamin E und Selen helfen bei der Neutralisierung freier Radikale.