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ED (Ellbogendysplasie)

Die Ellbogendysplasie, kurz ED, beschreibt einen angeborenen Erkrankungskomplex meist größerer Hunderassen. Resultat ist stets eine Arthrose im Ellbogengelenk.

Ellbogendysplasie Abbildung 1 Ellbogendysplasie Abbildung 2


Aufbau:
Das Ellbogengelenk setzt sich aus Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna) und Speiche (Radius) zusammen. Dabei bilden Elle und Speiche gemeinsam die Kontaktfläche zum Gelenkknorpel des Oberarmknochens. Elle und Speiche sind zudem durch eine Bindegewebsplatte flexibel aber gleichzeitig fest mit einander verbunden.

Die beiden Röntgenbilder zeigen das gesunde Ellbogengelenk eines etwa zweijährigen Hundes.
Abb. 1: seitliche Aufnahme (l/l)
Abb. 2: Aufnahme von vorne (a/p)

Durch die Komplexität kann es zu verschiedenen Problemen kommen, die in einer ED enden können. Zur Diagnose einer ED müssen Röntgenbilder (idealerweise in Sedation) angefertigt werden. Manchmal ist sogar eine Computertomographie (CT) nötig.

1.Wachstumsstörung:
Verzögert sich das Wachstum von Elle oder Speiche kommt es zu einer Stufenbildung im Gelenk. Diese Stufe führt langfristig zu einer Arthrosebildung, da der Gelenkknorpel des Oberarms „springt".

2. Fragmentierung des Processus coronoideus (FPC):
Hierbei handelt es sich um einen kleinen Knochenfortsatz der Elle, welcher sich lösen und als freier Körper ("Gelenkmaus") im Ellbogen schwere Schäden verursachen kann.

3. Osteochondrosis dissecans (OCD):
Die OCD bezeichnet eine Knorpelablösung am Oberarmknochen. Dies führt zu Schmerzen und Arthrosen im Gelenk durch ausgeprägte Nekrotisierungen.

4. Isolierter Processus anconaeus (IPA):
Der Ellbogenfortsatz der Elle verknöchert beim IPA nicht, sondern kann, ähnlich wie ein FPC, durch seine Beweglichkeit Schäden anrichten. Anders als beim FPC sollte der IPA durch einen chirurgischen Eingriff nicht entfernt, sondern befestigt werden.

Behandlung:
Ist eine ED-Form diagnostiziert, kann dem Hund oft durch einen minimalinvasiven Eingriff (Arthroskopie) geholfen werden. Hierbei wird der Defekt soweit wie möglich behoben bzw. freischwebende Gelenkkörper entfernt. In seltenen Fällen ist jedoch eine konservative Behandlung mit einem chirurgischen Eingriff notwendig.
Der Körper benötigt bei Bestehen einer ED, nach arthroskopischen Eingriffen oder auch nach klassischen Operationen eine vielfache Menge an Nährstoffen  für die Gesundung des Ellbogengelenks. Chondroprotektiva, insbesondere Glucosamin, MSM und Hyaluronsäure, sollten lebenslang zugefüttert werden. Viel Omega-3-Fettsäuren im Futter, vor allem Eicosapentaensäure (EPA), soll helfen die bereits chronischen Entzündungsreaktionen im Gelenk zu reduzieren.

Abb. 3: seitliche Aufnahme einer Ellbogenarthrose in Folge eines unbehandelten IPA

Ellbogendysplasie Abbildung 3
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