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Coenzym Q10 (Ubichinon)

Jede Körperzelle benötigt Q10, um Nahrungsenergie umsetzen zu können. Zwar vermag der Organismus von Säugetieren Coenzym Q10 selbst aus einer Vielzahl an B-Vitaminen und Aminosäuren herzustellen, doch tatsächlich kann in vielen Situationen ein Mangel an Q10 entstehen. 

In fortschreitendem Alter reduziert sich die Fähigkeit, Q10 selbst herzustellen, enorm. Auch in besonderen Belastungsphasen, Erkrankungen oder größere körperliche Belastungen, kann der Bedarf nicht mehr ausreichend gedeckt sein. Auch freie Radikale, wie Sie bei verschiedensten Erkrankungen oder Extremsport - im Pferdebereich vor allem höherklassiger Turniersport - freiwerden, senkt die körpereigene Produktion von Q10. Was ist die Aufgabe von Coenzym Q10? Der Name „Coenzym“ in der biologischen Nomenklatur bedeutet, dass ein Stoff eine Helferfunktion für ein Enzym wahrnimmt; ohne diesen Helfer kann das Enzym nicht arbeiten. Im Falle von Q10 sind es diverse Stoffwechselvorgänge, welche die Energieversorgung sichern. Q10 übernimmt hierbei den Transport des benötigten Sauerstoffs und macht zudem die entstehenden, aggressiven Sauerstoffradikale, unschädlich, welche als Nebenprodukte der Energieerzeugung anfallen. Q10 wird also vor allem dort benötigt, wo Belastungsphasen einen hohen Energieumsatz bedingen: Herz, Muskulatur und Nervensystem. Durch eine ausreichende Zufuhr von Q10 kann die Muskelleistung in Belastung gesteigert, das Nervensystem unterstützt sowie die Zellen vor oxidativem Stress geschützt werden. Bei Herzerkrankungen konnte zudem ein mehrfacher positiver Effekt von Q10 festgestellt werden: mehrere Studien belegten eine signifikante Verringerung von Insuffizienzen und Rhythmusstörungen. Auch das Allgemeinbefinden der Studienteilnehmer verbesserte sich dauerhaft (1, 2, 3).

Die in diesen Studien genutzten Dosierungen lagen bei 100 - 200 mg Q10 täglich (umgerechnet ca. 1-3 mg pro kg Körpergewicht).

1. Svend A.Mortensen, Franklin Rosenfeldt, Adarsh Kumar, Peter Dolliner, Krzysztof J. Filipiak, Daniel Pella, Urban Alehagen, Günter Steurer, Gian P. Littarru: The Effect of Coenzyme Q10 on Morbidity and Mortality in Chronic Heart Failure: Results From QSYMBIO: A Randomized Double-Blind Trial. In: JACC: Heart Failure. Volume 2, Issue 6, December 2014, Pages 641-649. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/ S2213177914003369

2. Abhinav Sharma, Gregg C. Fonarow, Javed Butler, Justin A. Ezekowitz, G. Michael Felker: Coenzyme Q10 and Heart Failure. A State-of-the-Art Review. In: Circulation: Heart Failure. April 2016, Volume 9, Issue 4. http://circheartfailure.ahajournals.org/ content/9/4/e002639.long

3. James J DiNicolantonio, Jaikrit Bhutani, Mark F McCarty, James H O’Keefe: Coenzyme Q10 for the treatment of heart failure: a review of the literature. In: Openheart, 2015. doi: 10.1136/openhrt-2015- 000326. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/ pmc/articles/PMC4620231/pdf/openhrt-2015-000326.pdf