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Bizepssehne

Sehnenprobleme kommen beim Hund zwar häufig vor, aber dennoch spielt die Bicepssehne eine übergeordnete Rolle. Die Sehne des Musculus biceps brachii kann teilweise oder vollständig reißen (Ruptur), sich selbst entzünden (Tendinitis) oder die Sehnenscheide entzünden (Tendovaginitis). Probleme entstehen meist nach Traumata oder durch chronisch-degenerative Prozesse in der Sehnennähe. Meist sind mittelalte, größere Hunde über 20 kg Körpergewicht betroffen. Meist besteht eine einseitige Lahmheit. Sehr schmerzhaft ist dann eine Beugung der Schulter bei Streckung des Ellbogens (Beugeprobe). Bei der Diagnosesicherung helfen Röntgen und vor allem Ultraschall, in welchem sich eine veränderte Sehnenstruktur und vermehrte Flüssigkeitsbildung in der Sehnenscheide darstellt.

Die konservative Therapie ist eine strenge Ruhighaltung und Entzündungshemmer über sechs Wochen. Sollte nach dieser Zeit keine Besserung aufgetreten sein, muss eine Tenotomie (Durchtrennung) der Bicepssehne durchgeführt werden. Bei einer Luxation muss die Sehne zurück verlagert werden. Eine optimale Unterstützung umfasst die Zufütterung von MSM, Vitamin E, Selen und B-Vitaminen zur besseren Regeneration von Sehnen und Bindegeweben.