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Anaplasmose

Die Erkrankung mit der Bakterie Anaplasma phagocytophila oder Anaolasma platys wird als Canine Anaplasmose bezeichnet. Der Erreger zählt zu den Rickettsien (wie auch Ehrlichien) und wird über Zecken der Familie Ixodes übertragen. Die Erkrankung zeigt mannigfaltige Symptome, die in erster Linie das Blutbild (Thrombozytopenie, Anämie, Leukozytose, Lymphopenie) betreffen. Des Weiteren kann aber  auch eine Polyarthritis mit oder ohne Gelenkschwellung auftreten. Relativ häufig ist eine parallele Infektion mit Borrelien, welche ebenfalls durch Zecken der Gattung Ixodes übertragen werden. Eine Diagnose entsteht durch einen Nachweis von hohen oder steigenden Antikörper-Titern oder direkt mittels PCR aus Blut oder Gelenkflüssigkeit.

Die Behandlung besteht in einer mehrwöchigen Doxycyclin-Therapie begleitet von nicht-steroidalen Entzündungshemmern. Sowohl durch die Erkrankung an sich als auch durch die belastende Therapie benötigt der Körper eine deutlich erhöhte Menge an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Durch die Gabe von Glucosamin-HCl, MSM, Muschelextrakten und Hyaluronsäure kann die Gelenkgesundheit positiv beeinflusst werden. Erhöhte Mengen an Vitamin E und Selen helfen bei der Neutralisierung freier Radikale.